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Gefäßchirurgie Potsdam — Dr. med. Tim Mieder
18. November 2025 · Behandlungen

Lasertherapie bei Krampfadern - schonend und effektiv

Die endovenöse Lasertherapie ist eine moderne, minimal-invasive Methode zur Behandlung von Krampfadern. Erfahren Sie, wie das Verfahren funktioniert, welche Vorteile es bietet und für wen es geeignet ist.

Die Behandlung von Krampfadern hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Während früher das operative Stripping - das Herausziehen der erkrankten Vene - die Standardmethode war, setzen wir heute zunehmend auf minimal-invasive Verfahren. Die endovenöse Lasertherapie (EVLT) gehört zu den modernsten und am besten untersuchten Methoden. In unserer Praxis bieten wir dieses Verfahren als ambulante Behandlung an.

Wie funktioniert die Lasertherapie?

Bei der endovenösen Lasertherapie wird eine hauchdünne Laserfaser über einen kleinen Zugang - in der Regel im Bereich des Unterschenkels - in die erkrankte Vene eingeführt. Unter Ultraschallkontrolle wird die Faser exakt an der zu behandelnden Stelle positioniert. Anschließend wird die Vene mit einer Tumeszenzlösung - einer verdünnten Betäubungslösung - ummantelt. Diese betäubt das umliegende Gewebe, schützt es vor Hitze und drückt die Vene auf die Laserfaser.

Beim langsamen Zurückziehen der Faser gibt der Laser Energie ab, die die Venenwand auf etwa 100 Grad erhitzt. Die Vene verschließt sich dadurch von innen und wird in den folgenden Wochen vom Körper abgebaut. Der gesamte Eingriff dauert etwa 30 bis 45 Minuten pro Bein.

Vorteile gegenüber der klassischen Operation

Die Lasertherapie bietet mehrere Vorteile. Der Eingriff erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung - eine Vollnarkose ist nicht erforderlich. Es entstehen keine großen Schnitte, lediglich ein kleiner Einstich, der in der Regel nicht einmal genäht werden muss. Die Schmerzen nach dem Eingriff sind deutlich geringer als beim klassischen Stripping. Die meisten Patientinnen und Patienten können am nächsten Tag wieder ihren normalen Tätigkeiten nachgehen. Auch die Ergebnisse sind überzeugend: Studien zeigen Verschlussraten von über 95 Prozent nach fünf Jahren.

Für wen eignet sich die Lasertherapie?

Die endovenöse Lasertherapie eignet sich für die meisten Formen der Stammvarikose - also der Erkrankung der großen und kleinen Stammvenen (Vena saphena magna und parva). Ob das Verfahren in Ihrem Fall die beste Option ist, hängt vom Durchmesser der Vene, dem Verlauf und eventuellen Besonderheiten ab. In manchen Fällen kann eine Radiofrequenzablation oder eine Kombination mehrerer Verfahren sinnvoller sein. Nach einer ausführlichen Ultraschalldiagnostik empfehle ich Ihnen das optimale Vorgehen.

Was erwartet Sie nach der Behandlung?

Nach dem Eingriff tragen Sie für etwa zwei Wochen tagsüber einen Kompressionsstrumpf. In den ersten Tagen kann ein leichtes Ziehen entlang der behandelten Vene auftreten - dies ist normal und zeigt, dass der Körper die verschlossene Vene abbaut. Leichte Blutergüsse im Bereich der Tumeszenzanästhesie bilden sich nach ein bis zwei Wochen zurück. Duschen ist ab dem Folgetag möglich, auf Sauna und intensive Sonnenbäder sollten Sie für vier Wochen verzichten.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Die endovenöse Lasertherapie wird von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel übernommen, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht - also eine symptomatische Stammveneninsuffizienz vorliegt. Wir beraten Sie gerne über die Kostenübernahme und die notwendigen Schritte. Vereinbaren Sie einen Untersuchungstermin, damit wir gemeinsam die beste Therapie für Ihre Venen planen können.

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