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Varikosis der oberflächlichen Stammvenen

Das Stripping der oberflächlichen, kranken Stammvenen (Vena saphena magna und Vena saphena parva) ist sicher das häufigste angewandte Operationsverfahren für Patienten mit einem Krampfaderleiden. Es ist bewährt und richtig durchgeführt, ein sicheres Verfahren. Teils berechtigt, teils unberechtigt ist es in die Kritik geraten.

Welche Vorteile und welche Nachteile hat das Verfahren? Das Stripping ist ein Operationsverfahren, das nur bei der Varikosis der oberflächlichen Stammvenen angewendet wird. Sind diese defekt und schließen ihre Klappen nicht richtig, besteht eine medizinische Notwendigkeit zum Eingriff. Aufgrund dessen bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen uneingeschränkt diesen Eingriff. Das Ziel der Operation besteht darin, durch das Herausziehen der Vene, den zuvor bestehenden Blutrückstau im Bein aufzuheben. Dieses Ziel wird bei richtiger Ausführung und Operationstechnik erreicht. Ein Wiederkehren dieser Krampfader gibt es nicht. Der Nachteil für den Patienten liegt in der Ausprägung der Blutergüsse (Hämatome) am Bein. Beim Stripping der Stammvene reißen die zuführenden oberflächlichen Venen ab. Die Folge ist die Ausbildung von „ungefährlichen“ Blutergüssen, die aber oft Schmerzen oder Beschwerden durch ihre Größe bereiten. Aufgrund dessen versuchen wir, durch das schnelle Wickeln des Beines mit entsprechenden Kompressionsbinden nach Beendigung der Operation, die Blutungszeit so gering als möglich zu halten. Das Ziel ist die Ausbildung der Hämatome zu reduzieren und einzuschränken. Dies gelingt jedoch nicht immer wie vom Arzt und Patienten gewünscht, so dass Blutergüsse entstehen können, die letztlich im Zusammenhang mit den Beschwerden in der Regel die Länge der Arbeitsunfähigkeit bestimmen. Am ersten Tag nach der Operation werden die Kompressionsbinden gegen einen Kompressionsstrumpf getauscht, der für die Patienten eine erhebliche Erleichterung bringt.

Eine weiterer möglicher Nachteil sind Schädigungen von Gefühlsnerven die in direkter Nachbarschaft der Stammvene liegen. Die resultierende Berührungsempfindlichkeit oder ein Taubheitsgefühl von Hautarealen bilden sich in der Regel in wenigen Wochen oder Monaten zurück.

Andere spezifische Komplikationen gibt es bei diesem Verfahren nicht. Bei jedem operierten Patienten können prinzipiell Infektionen oder Nachblutungen auftreten. Das gilt aber für jede Art von Operation, auch für das Stripping. Insgesamt ist das Stripping ein bewährtes und sicheres Verfahren zur Behandlung der Stammvarikosis.