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Eine Krankheit nur für Frauen?

Einleitung

Nein, die Schaufensterkrankheit, das intermittierende Stehen bleiben aufgrund von Schmerzen in den Beinen, ist die Folge von Verschlüssen oder Einengungen der arteriellen Gefäße, die das sauerstoffreiche Blut vom Herzen in die verschiedenen Organsysteme, Arme und Beine bringen. Sie trifft Männer definitiv häufiger als Frauen. Beim Auftreten von Belastungsschmerzen in den Beinen liegt die geringste Form der behandlungsbedürftigen Durchblutungsstörung vor. Der Schweregrad nimmt zu, wenn bereits in Ruhephasen Beschwerden auftreten oder es zu Ernährungsstörungen am Bein (offene Stellen, schwarze Zehen) gekommen ist. Alle Maßnahmen die durchgeführt werden können dienen lediglich dazu, bestehende Beschwerden zu lindern. Die Arteriosklerose als solche kann nicht ursächlich behandelt oder rückgängig gemacht werden. Wann welche Maßnahmen indiziert sind und angewendet werden sollten, muss im Einzelfall entschieden werden.

Therapieverfahren

Kommt eine aktive Maßnahme aufgrund der Beschwerden des Patienten in Frage, Intervention oder Operation, ist das ganze Spektrum der Gefäßchirurgie gefragt. Es werden alle Rekonstruktionen der arteriellen Strombahn ohne erforderliche Herz-Lungen-Maschine von unserem Team und den Partnern durchgeführt und betreut. Das betrifft Verschlüsse, Einengungen (Stenosen) oder Erweiterungen (Aneurysmen) der Gefäße des Schultergürtels, der Halsschlagadern, der Eingeweidegefäße, der Bauch- oder Beckenschlagadern, der Adern der Arme oder Beine.  Sollte bei diesen Patienten keine interventionelle Methode (Ballonaufdehnung oder/und Stent) angewendet werden können, bleibt in der Regel nur die konventionelle Operation unter stationären Bedingungen. Hier gibt es die klassischen Operationsmöglichkeiten:

1. die Anwendung eines Bypassverfahrens – Umgehung des verschlossenen Gefäßabschnittes,

2. die Ausschälplastik – die lokale Reparation und der Verschluss des Gefässzuganges mit einem sogenanntem Patch ("Flicken") oder

3. das Interponat – der verschlossene Abschnitt wird abgetrennt und ersetzt (durch körpereigene Vene oder eine Kunststoffprothese).

Es kann auch gelegentlich erforderlich sein, das interventionelle Verfahren (Ballonaufdehnung und/oder Stentimplantation)  mit der offenen Reparation zu kombinieren.