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Schonende Diagnostik und Therapie

Einleitung

Ein Krampfaderleiden liegt bei vielen Menschen vor. Betroffen sind Venen, die das Blut von Organen und Extremitäten aus der Peripherie zum Herzen zurückbringen. Diese Venen sind gegenüber gesunden Venen erweitert und ihre Klappen, die eine Ventilwirkung haben, erfüllen nicht ihre Funktion.

Oft wird die Disposition zur Ausbildung von Krampfadern oder Varizen vererbt. Es gibt aber auch Patienten, bei denen es aufgrund der Lebensumstände (zum Beispiel bei Köchen, Bäcker, Verkäufern berufsbedingt, bei Frauen nach Schwangerschaften oder auch nach Thrombosen der tiefen Venen) zur Ausbildung von Krampfadern kommt. Liegen und Laufen ist besser als Sitzen und Stehen. Leider lässt sich dies natürlich im täglichen Leben nicht durchsetzen.  Die Folge sind sichtbare Venen, die Beschwerden verursachen können. Sie reichen von einer reinen kosmetischen Beeinträchtigung, über Stauungsbeschwerden bis zum offenen Bein.  Bei den letzteren Patienten ist eine relative Dringlichkeit zur Operation gegeben.

Diagnostik

Sie kann fast ausschließlich mit farbcodierten Ultraschall, der Duplexsonografie, durchgeführt werden. Es können sowohl die oberflächlichen, als auch die tiefen Venen mit diesem Verfahren untersucht werden. Bei bestehenden Zweifeln in der Beurteilung, zum Beispiel bei wiederkehrenden Entzündungen und Zuständen nach Thrombosen oder venösen Voroperationen, sind Kontrastmitteldarstellungen der Venen (Phlebographien) zur Einschätzung der Situation vor einer Operation sinn- und wertvoll.

Therapieverfahren

Grundsätzlich muss man zwischen der konservativen und operativen Therapie unterscheiden. Konservativ kann die Erkrankung nicht ursächlich behandelt, sondern durch eine konsequente Kompressionstherapie versucht werden, das Stadium der Erkrankung zu halten. Der Behandlungsweg sollte Patienten vorbehalten werden, die aufgrund von schwerwiegenden Nebenerkrankungen nicht operiert werden können.

Die operativen Verfahren orientieren sich an der Ausprägung der Erkrankung. Grundsätzlich sind die Eingriffe als ambulante Operationen in Allgemein- oder Lokalanästhesie einzuordnen, wenngleich es auch einige wenige Indikationen für eine stationäre Behandlung gibt. In unserer Praxis werden alle hier aufgeführten Verfahren angewendet.

Für die Stammvarikosis steht an erster Stelle das Standartverfahren zur Verfügung: das StrippingAnalog zu diesem Eingriff, dem entfernen der erktankten Vene, kann die oberflächlichen Stammvene auch verödet, zum Beispiel mit einem Laser oder einer Radiowelle, werden. Der Vorteil liegt im Vergleich zum Standartverfahren, darin, dass erheblich weniger Blutergüsse entstehen. Durch die deutlich reduzierten Schmerzen wird die Arbeitsunfähigkeit auf wenige Tage beschränkt und reduziert.

Miniphlebektomien sind sehr gut bei einer Seitenastvarikosis geeignet. Es werden bei dieser Methode kleinste Schnitte durchgeführt und mit einem Gefässhäckchen der krankhaft veränderte Venenabschnitt herausgezogen und extirpiert. Die Vorteile bestehen in kaum sichtbaren Narben.

Besenreiservarizen sind die Domäne der kosmetisch indizierten Therapie. Alternativ kommen bei Besenreisern zwei Verfahren in Frage, die Verödung und die Lasertechnik. In unserer Praxis werden ale Verfahren zur Krampfaderbehandlung, auch die Verödung mittels Mikroschaum, vorgehalten.