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Perkutane transluminäre Angioplastie (PTA) - Ballonaufdehnung - Stentimplantation

1964 haben die Röntgenärzte Dotter und Judkins über die Möglichkeit der Katheterbehandlung der „Schaufensterkrankheit“ berichtet. Dieses Verfahren ist heute weltweit etabliert. Zwanzig Jahre später kam neben der erheblichen Verbesserung der Katheter die Möglichkeit der Implantation von sogenannten Stents hinzu, die nach einer Aufdehnung das erfolgreiche Ergebnis im Gefäß von innen mit Hilfe eines „Drahtgeflechtes“ halten sollen.

Wann kann man ein Gefäß aufdehnen?

Prinzipiell sind vor allem Einengungen oder kurzstreckige Verschlüsse arterieller Gefäße für eine Aufdehnung geeignet. Betroffen sind bei der Schaufensterkrankheit die Gefäße, die das sauerstoffreiche Blut vom Herzen in die verschiedenen Organsysteme und in Arme und Beine bringen, die Arterien. Sind sie betroffen, können Beschwerden unter Belastung (z. B. beim Laufen), im Sinne von Muskelkater in der einfachsten Form, auftreten. Es gelangt nicht genügend sauerstoffreiches Blut in die Region, die die Muskelarbeit leistet. Die Folgen sind in der Regel Schmerzen. Häufig sind die Wadenmuskulatur oder die Oberschenkelmuskulatur betroffen.

Es wird über eine Punktion des arteriellen Gefäßes in der Leistenbeuge das Gefäß in örtlicher Betäubung kanüliert und eine Schleuse eingebracht. Über diese Schleuse und einen Katheter wird das Gefäßsystem mit Kontrastmittel geröntgt. An Hand der Bilder kann dann die Aufdehnung mit einem Ballonkatheter erfolgen. Kurzzeitig können dabei Beschwerden im Bein oder direkt am Ort der Aufdehnung auftreten. Anschließend wird das Ergebnis röntgenologisch kontrolliert und entschieden, ob noch weitere Maßnahmen, zum Beispiel das Einbringen eines Stentes, erforderlich sind.

Ist die Intervention erfolgreich beendet, wird die arterielle Einstichstelle mit einem Druckverband versorgt. Nachdem wir in den ersten Jahren dieses Verfahren in der Praxis durchführten, erfolgt jetzt die Kooperation mit statiomär tätigen Röntgenärzten, so dass die Patienten eine Nacht im Krankenhaus verbringen müssen.